Italien: Winter- und Allwetterreifenverbot in den Sommermonaten

In den Sommermonaten (16. Mai bis 14. Oktober) darf nach einer Verordnung des italienischen Transportministeriums mit Winter- oder Ganzjahresreifen nur dann gefahren werden, wenn diese einen Geschwindigkeitsindex aufweisen, der mindestens dem in der Zulassungsbescheinigung Teil I festgesetzten Geschwindigkeitsindex entspricht. Die im Mai 2014 in Kraft getretene Sommerreifenpflicht in Italien erlegt Autofahrern strikte Bedingungen auf.

Dies bedeutet im Klartext, dass Ganzjahresreifen und Winterreifen in diesem Zeitraum nur gefahren werden dürfen, wenn sie einen Speed-Index aufweisen, der mindestens der in den Fahrzeugpapieren aufgeführten Höchstgeschwindigkeit entspricht.

Ob ein Reifen dieser Vorschrift entspricht, lässt sich in der Zulassungsbescheinigung des Fahrzeuges unter Ziffer T beispielsweise eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h aufgeführt, müssen die auf dem Fahrzeug befindlichen Ganzjahresreifen mindestens einen Speed-Index „H“ aufweisen. Weitere Speed-Indexe sehen wie folgt aus:

  • Q = 160 km/h
  • R = 170 km/h
  • S = 180 km/h
  • T = 190 km/h
  • H = 210 km/h
  • V = 240 km/h
  • ZR ≥ 240 km/h
  • W = 270 km/h
  • Y = 300 km/h
  • (Y) ≥ 300 km/h

 

Wer sich nicht an das Verbot hält, muss mit einer Geldstrafe zwischen 419 und 1.682 Euro rechnen. Dieser Betrag kann durch sofortige Zahlung deutlich reduziert werden. Allerdings können die italienischen Behörden auch die Sicherstellung des Fahrzeuges bis zur Anbringung vorschriftsgemäßer Reifen anordnen.

 

Quelle: Internet, ADAC, ÖAMTC