Abstandswarner senken Schadenhöhe nicht

Abstandswarner bzw Parksensoren schützen laut HUK-Statistik nicht vor Parkremplern und Beulen.Obwohl die Abstandssensoren mittlerweile fast die Hälfte aller Pkw auf deutschen Straßen an Bord hat, gibt es keinen signifikanten Rückgang der Schadenhäufigkeit, berichtet Jörg Rheinländer von der HUK-Versicherung im Interview mit „Auto Motor und Sport“. „Zurzeit sehen wir keinen Rückgang bei den Parkschäden“, sagte der HUK-Manager. Stattdessen sei die Schadenhöhe im Schnitt sogar leicht nach oben gegangen, weil bei Remplern die teure Sensorik beschädigt werde.

Einer der Gründe für das überraschende Phänomen ist, dass einige Autofahrer die Parkpiepser offenbar nicht richtig nutzen oder sie im Zweifel ausschalten, weil sie sich von den Warntönen genervt fühlen. Hinzu kommt, dass moderne Autos immer länger und breiter werden, die Parklücken aber nicht im gleichen Maße mitwachsen. Allein die HUK gibt rund 500 Millionen Euro im Jahr für die Reparatur von Parkremplern aus.

Abstandssensor

Abstandssensor


Grundsätzlich erwartet sich der Schadenregulierer von der Elektronik auf längere Sicht dennoch weniger Unfälle und sinkende Kosten. „Unsere Untersuchungen sagen signifikante Rückgänge voraus. In der Haftpflichtversicherung wären es 40 Prozent weniger Sachschäden“, so Rheinländer. Der Aufwand für die Versicherer dürfte sich um 20 Prozent reduzieren – entsprechend weniger Arbeit gäbe es für die Werkstätten.

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